Das pädagogische Konzept:
Der aid-Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtsprojekt , das an unserer Grundschule zuerst im Schuljahr 2007/08 für die Kinder des dritten Jahrgangs eingeführt wurde.
Inzwischen ist es als Projekt Bestandteil unseres Schulprogramms. Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bildet es einen wichtigen Baustein im Rahmen einer umfassenden Ernährungsbildung und Gesundheitserziehung an unserer Schule.
Der aid-Ernährungsführerschein beinhaltet ein Unterrichtskonzept, bei dem vor allem der Umgang mit Lebensmitteln und die Vermittlung von Kompetenzen und praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vordergrund stehen. Viele Kinder kennen sich vielleicht theoretisch gut aus, wenn es um eine gesunde Ernährung und empfehlenswerte Lebensmittel geht. Aber sie sind oft nicht in der Lage, frische Lebensmittel korrekt zu benennen, sie zuzubereiten oder sich selbst kleine Mahlzeiten zusammen zu stellen. Diese Fertigkeiten werden im Elternhaus immer weniger vermittelt.
Ziel des vorliegenden praxiserprobten Unterrichtskonzeptes ist es, die Schüler/innen altersgemäß an die Techniken der Nahrungszubereitung heranzuführen und sie gleichzeitig für eigenverantwortliches Arbeiten in der Küche zu begeistern.
Beim aid-Ernährungsführerschein dürfen die Kinder deshalb vor allem eins: Es selbst tun!
Im Mittelpunkt steht deshalb die Praxis:
- Die Schüler üben den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten.
- Sie lernen die aid-Ernährungspyramide und wichtige Lebensmittelgruppen kennen.
- Sie wissen, woraus eine wichtige Mahlzeit besteht.
- Sie bereiten kleine Gerichte zu und essen diese gemeinsam.
Zum Abschluss des aid-Ernährungsführerscheins gibt es zwei Prüfungen, eine schriftliche Lernkontrolle und die praktische Prüfung. Hier können die Schüler zeigen, was sie gelernt haben: Sie bewirten ihre Gäste mit einem kalten Büffett.
Am Ende erhält jedes Kind das aid-Ernährungsführerscheindokument.
Unterrichtseinheiten
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Thema
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Schwerpunkt
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Kompetenzen
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1. Lustige Brotgesichter
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- aid-Ernährungspyramide
- Lebensmittelgruppe Brot
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- ausgewogenes Frühstück
zubereiten,
- reinigen,
- aufräumen
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2. Knackiger Gemüsespaß
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- Körperhygiene,
- Rezepte
- Arbeitsplatz,
- Lebensmittelgruppe Gemü-
Se
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- Knabbergemüse mit Kräu-
terquark zubereiten,
- Arbeitsplatz einrichten,
- schneiden, schälen
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3. Kunterbunte Nudelsalate
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- Küchenhygiene,
- Arbeitssicherheit Küchen-
techniken
- Lebensmittelgruppen Ge-
müse und Beilagen
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- Salatsoße und Nudelsalat
zubereiten,
- wiegen, messen, raspeln
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4. Fruchtiger Schlemmer-
quark
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- Umgang mit leicht verderb-
lichen Lebensmitteln,
- Lebensmittelgruppen Milch
Milchprodukte und Obst
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- Obstquark, evtl. Milchmix
zubereiten abschmecken,
pürieren
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5. Heiße Kartoffelgerichte
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- Umgang mit Kochstelle
und Backofen,
- Kartoffeln aus der Lebens-
mittelgruppe Brot und Bei-
lagen
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- Kartoffelbrei mit Salat der
Saison und Backofenkar-
toffeln mit Kräuterkrem
zubereiten,
- kochen, backen
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6. Schriftliche Prüfung
und Tischknigge
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- Schriftliche Lernzielkon-
trolle: 10 Fragen beantwor-
ten,
- Essatmosphäre
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- Tisch decken,
- Tischregeln beachten
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7. Praktische Prüfung –
Kaltes Büfett
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- Praktische Lernzielkon-
trolle: für Gäste „kochen“
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- Kaltes Büfett zubereiten
und Gäste bewirten
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Jede Einheit läuft nach dem gleichen Prinzip ab. So entwickeln die Schüler/innen mit der Zeit Routinen.
Die Schwerpunktthemen, die sich durch jede Einheit ziehen, sind:
- die aid- Ernährungspyramide (mit ihren Lebensmittelfamilien),
- Lebensmittelzubereitung,
- hygienisch und sicher arbeiten,
- gemeinsam essen und Tischkultur.
Der aid- Ernährungsführerschein – ein Auftakt für mehr Ernährungsbildung
Im Rahmen der Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung in der Schule ( REVIS) wurde die Ernährungsbildung neu definiert. Ziel der Ernährungs- und Verbraucherbildung nach REVIS ist:
Die Kinder sollen im modernen „Schlaraffenland „selbständig und eigenkompetent entscheiden. Sie sollen Verantwortung für die eigene Gesundheit, den eigenen Körper und das eigene Leben übernehmen.
Beim aid-Ernährungsführerschein steht vor allem die Technik der Nahrungszubereitung im Mittelpunkt. Beim aid-Ernährungsführerschein haben die Kinder nicht nur Freude und ein tolles Gemeinschaftserlebnis, sie erwerben vor allem wichtige, grundlegende Alltagskompetenzen.
Ernährungsbildung hört nicht im Unterricht auf: Sie reicht von einer gesunden Pausenverpflegung über das Mittagessen bis hin zum Nachmittagsimbiss; und sie sorgt auf diese Weise ganz nebenbei auch für mehr Lebensqualität im Lebensraum Schule.
Ernährungsbildung hört nicht im Unterricht auf: Sie reicht von einer gesunden Pausenverpflegung über das Mittagessen bis hin zum Nachmittagsimbiss; und sie sorgt auf diese Weise ganz nebenbei auch für mehr Lebensqualität im Lebensraum Schule.
